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Fotogalerie

Stefan Somogyi

 

 

Die Fotos von Stefan Somogyi sind mir schon vor längerer Zeit aufgefallen. Jedesmal wenn ich mir seine Webseite anschaue, zieht es mich unweigerlich zu seiner Galerie mir den Schwarzweiss-Aufnahmen. Besonders angetan haben es mir seine Bilder aus Venedig, die hier präsentiert werden.

Mich fasziniert einerseits, wie er mit verschiedenen Grauabstufungen den Bildern eine grosse Dynamik und Dramatik verleiht – andererseits sind seine Bildausschnitte und Motivwahl sehr streng und klar aufgebaut. Diese Gegensätzlichkeit macht es wohl aus, dass ich seine Bilder immer wieder mit Genuss anschaue. Die Art und Weise wie er mit den Kontrasten umgeht und durch die verschiedenen Grau- und Weisstöne das Auge des Betrachters in den Bann zieht, zeugt von hohem technischen wie auch fotografischen Können. Daher ist es sehr erfreulich, dass er sein fundiertes Wissen über die Schwarzweiss-Fotografie, welches er sich über die Jahre angeeignet hat, in Form von Kursen weitergibt. Denn diese Art der Fotografie lebt vermehrt wieder auf – und wenn ich die Bilder von Stefan Somogyi betrachte, muss ich sagen “zum Glück!”

 

LIGHTMAG: Du fotografierst sowohl in Farbe als auch in Schwarzweiss. War das schon immer so, dass Du beide Stilmittel verwendet hast oder war dies eine Entwicklung bei Dir?

Stefan Somogyi: Ich fotografiere nun seit gut 10 Jahren intensiv. Zur Schwarzweiss-Fotografie habe ich erst vor 5 Jahren gefunden. Ich musste zuerst die Technik in der Fotografie lernen, bis ich mich an die Schwarzweiss-Variante wagte. Daher ist es ein Entwicklungsschritt in meiner Karriere als Fotograf gewesen.

LIGHTMAG: Was fasziniert Dich an der Schwarzweiss-Fotografie, dass Du Dich in diese Materie so stark vertieft hast?

Stefan Somogyi: Ich komme aus einer Architekten Familie und bin schon früh mit klaren Formen und Linien konfrontiert worden, als ich die Arbeiten meines Vaters mitverfolgte. Ich liebe moderne wie auch nostalgische Bauten, da diese in der Schwarzweiss-Fotografie besonders gut in Szene zu setzen sind. Wie bei meinen Farbbildern liebe ich das Intensive herauszuarbeiten. In der Schwarzweiss-Fotografie können die Kontraste noch stärker intensiviert werden, das fasziniert mich am meisten. Aber auch die kreativen Möglichkeiten, denen für mich in der Schwarzweiss-Welt keine Grenzen gesetzt sind, machen es mir möglich, manche Bilder einfach mal auf eine andere Art zu bearbeiten und mein Portfolio zu erweitern.

Wie in allen Bereichen der Fotografie gebe ich mich nicht mit wenig zufrieden. Wenn ich etwas Neues erlerne, vertiefe ich mich immer sehr stark in die Materie, bis es meinen hohen Ansprüchen genügt. Das war in der Schwarzweiss-Fotografie nicht anders. Ich hatte am Anfang aber sehr Mühe, gute Lektüren und Tutorials zu finden. Daher besuchte ich mehrere Workshops von namhaften Fotografen. Sie haben mich dann auch inspiriert, diese Art der Fotografie intensiv zu erlernen.

LIGHTMAG: Deine Bilder bestechen durch einen sehr klaren Bildaufbau. Wie wichtig ist dies für die Schwarzweiss-Fotografie?

Stefan Somogyi: Der klare Bildaufbau ist in der Schwarzweiss-Fotografie essenziell. Je weniger im Bild gezeigt wird, umso mehr wird der Betrachter auf das gelenkt, was ich ihm zeigen möchte. Wenn ein Bild viele Details beinhaltet, muss dies mit den hellen und dunkeln Bereiche ausgeglichen werden. Wichtig ist immer, eine Harmonie ins Bild zu transferieren. Bei Architekturaufnahmen muss zudem bei den Linien darauf geachtet werden, dass sich diese nicht kreuzen. Ein gutes Beispiel ist hier das Foto oben mit der Laterne, Bögen und Geländern. Die Laterne wurde akribisch genau vertikal mit den Bögen im Hintergrund platziert. Nur so wirkt das Bild nicht wie ein Schnappschuss.

LIGHTMAG: Deine Fotos sehen nicht aus, als wären sie beim flüchtigen Vorbeigehen entstanden. Wie viel Planung steckt dahinter? Hast Du schon bei der Aufnahme das fertige Bild im Kopf?

Stefan Somogyi: Ich bin kein Fotograf, welcher einfach mit der Kamera mal schnell ein paar Bilder aufnimmt. Ich bin zum Beispiel immer mit dem Stativ unterwegs. Bei Architekturbildern kann man nicht aus der Hand fotografieren. Man muss alles sauber im Bild platzieren. Bei Bildern mit Gewässern nutze ich zudem immer die Langzeitaufnahme. Das bringt Ruhe ins Bild. Daher nehme ich mir viel Zeit, zuerst ein potenzielles Bild vor Ort ohne Kamera zu betrachten, um verschiedene Perspektiven zu prüfen, bevor ich das Bild dann komponiere. So verhindere ich Fehler, welche im Nachhinein nicht mehr korrigiert werden können. Viele meiner Bilder sind aber auch durch Recherche und Vorbereitungen im Kopf entstanden. Bei neuen Lokationen lasse ich mich vor Ort inspirieren und suche nach Bildern, die Potential haben. Mittlerweile kann ich eine Szene bereits im Kopf vor Ort sehen, wie diese in der Schwarzweiss-Umwandlung und Entwicklung aussehen wird.

LIGHTMAG: Gibt es Fotografen, die Dich bezüglich der Schwarzweiss-Fotografie inspiriert haben?

Stefan Somogyi: In der Tat inspirieren mich einige Fotografen. Rafael Rojas ist für mich der Inbegriff von klarem Bildaufbau. Von ihm habe ich gelernt, eine Szene zuerst zu analysieren und verschiedene Perspektiven zu prüfen, bevor der Auslöser gedrückt wird. Im Bereich minimalistische Schwarzweiss-Fotos inspiriert mich Joel Tjintjelaar enorm. Von ihm habe ich auch die Technik erlernt, Schwarzweiss-Bilder mittels Luminosity Mask zu optimieren.

 

© Fotos: Stefan Somogyi

www.stefan-somogyi.com

IG: stefan_somogyi_photographie
fb: Stefan Somogyi Photographie

 

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