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Hansruedi Weyrich

 

 

Hansruedi Weyrich ist einer der erfahrensten Naturfotografen der Schweiz – seit über 25 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der Tierfotografie. Seine Bären- und Vogelbilder sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und zahlreiche Auszeichnungen und Publikationen zeugen von der hohen Qualität seiner Aufnahmen.

Seine Fotografenkarriere begann mit einer ersten Reise nach Alaska, wo er Bären in ihrem natürlichen Lebensraum fotografierte. Viele weitere Expeditionen folgten und er lernte diese grossen Säugetiere immer besser kennen – neben Respekt vor den Tieren ist sein Wissen um ihr Verhalten ein zentraler Faktor für gelungene Aufnahmen. Hansruedi Weyrich konnte deshalb – und dank seiner grossen Geduld – aussergewöhnliche Momente und Szenen einfangen. Seine vielfältigen Bärenfotos erschienen als Buch „Kodiak-Bären“ im Verlag BLV.

Ein weiteres sehr wichtiges Thema in der fotografischen Arbeit von Hansruedi Weyrich sind die Bartgeier. Diese wurden bis Ende des 19. Jahrhunderts im gesamten Alpenraum ausgerottet, da sie einen schlechten Ruf hatten, wie der landläufige Beiname “Lämmergeier” zeigt. 2012 fotografierte er erstmals die Auswilderung von zwei jungen Bartgeiern. Seitdem arbeitet er mit der Stiftung „Pro Bartgeier“ eng zusammen und berichtet in seinen Vorträgen über das Wiederansiedelungsprojekt.

Mich persönlich haben bei der Sichtung seines Archivs auch die Aufnahmen anderer Vogelarten sehr fasziniert. Deshalb möchte ich sie ebenfalls in der Galerie präsentieren.

Hansruedi Weyrich war 2014 einer der Gewinner beim prestigeträchtigen Fotowettbewerb GDT European Wildlife Photographer of the Year. Er ist Vizepräsident der „Naturfotografen Schweiz“ und leitet Workshops für Vogelfotografie. Diese und seine diversen Vorträge können auf seiner Website gebucht werden.

 

LIGHTMAG: Seit einigen Jahren engagierst Du Dich bei der Stiftung “Pro Bartgeier”. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus?

Hansruedi Weyrich: Vor ein paar Jahren erhielt ich die Chance, die Auswilderung von jungen Bartgeiern fotografisch zu dokumentieren. Die Zusammenarbeit mit dem Team aus Biologen, Wildhütern und anderen engagierten Personen hat mir sehr gefallen. Seither war ich mit der Kamera bei vielen Auswilderungen, Besenderungen und Wiederauswilderungen (Freilassen von Vögel, die ein Problem hatten und eingefangen werden mussten) dabei. Regelmässig dokumentiere ich jeweils auch die Ausgewilderten, wenn sie am Fliegen sind.

Seit ein paar Jahren bin ich mit meiner Multivisionspräsentation unterwegs. Es macht mir grosse Freude, mit den Bildern und den Geschichten rund um den Bartgeier und seinen Lebensraum Menschen für diesen eindrücklichen Vogel zu begeistern. Ich erachte es als wichtig und auch in der Verantwortung von uns Naturfotografen, möglichst vielen Menschen die Natur näher zu bringen und aufzuzeigen, was erhaltens- und schützenswert ist. Auf einem Bild muss nicht immer etwas Schönes zu sehen sein – aber ehrlich muss sie sein, die Abbildung.

LIGHTMAG: Jahrelang bist Du nach Alaska gereist um Bären zu fotografieren. Ist dieses Projekt nach der Veröffentlichung Deines Buches abgeschlossen oder zieht es Dich immer noch dorthin?

Hansruedi Weyrich: Die Bärenfotografie hat momentan nicht mehr oberste Priorität. Ich würde natürlich gerne wieder einmal an gewisse Orte wie den Mc Neil River zurückkehren, aber die Zutritte in dieses Gebiet werden über eine Permit-Lottery des Staates Alaska erteilt und in den letzten 9 Jahren hatte ich leider kein Glück bei der Auslosung der Permits.

LIGHTMAG: Gibt es neben Bären und Bartgeier weitere Tiere, die Du besonders gerne fotografierst? Sind eventuell neue Projekte geplant?

Hansruedi Weyrich: Eulen faszinieren mich schon seit geraumer Zeit und auch das Thema «Tarnung in der Natur» interessiert mich brennend. Ebenso begeistere ich mich besonders auch für Rohrdommeln, Schneehühner und Baumläufer, um nur einige zu nennen. Mein Interesse gilt jedoch nicht nur Vögeln, sondern umfasst auch Insekten wie beispielswiese die Ödlandschrecke. Tierfotografie im Grossen wie im Kleinen ist ein fast endloses, spannendes und immer wieder überraschendes Thema – ich bleibe dran!

© Fotos: Hansruedi Weyrich

www.weyrichfoto.ch
IG: hansruediweyrich
fb: Hansruedi Weyrich

 

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