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Mario Botta Lightmag Andreas Gerth
Architektur

Bauten von Mario Botta in der Schweiz

Er ist einer der bekanntesten Schweizer Architekten und seine Bauten stehen auf der ganzen Welt. Die einen mögen sie, anderen gefallen sie überhaupt nicht. An den Gebäuden von Mario Botta scheiden sich wahrlich die Geister. Aber egal, ob man seinen Stil mag oder nicht – dass er die zeitgenössische Architektur geprägt hat, steht ausser Frage.


Als ich für einen Auftrag verschiedene Exponate moderner Architektur in der Schweiz fotografierte, standen seine Werke natürlich auch auf meiner Liste. Fotografisch ist seine auffallende Architektur interessant – obwohl ich auch subtilere Bauten von anderen Architekten sehr schätze. Im Tessin hat Mario Botta gleich mehrere Gebäude entworfen. Also fuhr ich für meine Arbeit zuerst in den Süden der Schweiz. Auf dem Monte Tamaro am Rand eines Abhangs steht die Kirche Santa Maria degli Angeli – für viele ein Meisterwerk zeitgenössischer Architektur. Schon lange wollte ich einmal dieses Bauwerk fotografieren. Aber jedes Mal, wenn ich im Tessin war, erhielten andere Motive den Vorrang. Nun hatte ich endlich einen triftigen Grund. Einer Steinfestung gleich steht diese Neuinterpretation einer Kirche auf dem Berg und bietet dem Besucher ein einzigartiges Panorama auf die Landschaft. Da diese Kirche bei Touristen sehr beliebt ist, waren die Aufnahmen eine harte Geduldsprobe – immer stand irgendeine Person herum und bewunderte den Bau. Unzählige Male musste ich während dieser Zeit mein Stativ verschieben, weil die Sonne wanderte und der Sonnenstern auf dem Titelbild nicht mehr sichtbar war.

Im kleinen Weiler Mogno im Maggiatal steht die Chiesa di San Giovanni Battista – ein von aussen elliptischer Bau mit schrägem Dach. Schon von weitem sticht dieses exotische Gebäude – umgeben von alten Holzhäusern – heraus. Erst war der gewagte Bau äusserst umstritten, doch mit der Zeit entwickelte er sich zur Sehenswürdigkeit. Der Innenraum wird nur durch das Glasdach erhellt und verwirrt etwas die Sinne mit seinem Muster aus unterschiedlichem Gestein.

Besonders fasziniert hat mich persönlich die “Bergoase” des Hotels Tschuggen in Arosa. Diese wurde nach einem ganz speziellen architektonischen Ansatz errichtet: Mario Botta formulierte es so:”Bauen ohne zu überbauen.” Die grossen funktionalen Räume verschwinden im Berg, die emporragenden Oberlichter zeugen von der Gegenwart des Neuen. Zudem korrespondieren sie perfekt mit den Bergen im Hintergrund. Ich wählte bewusst den Winter aus für diese Aufnahme. Durch die schneebedeckte Umgebung kommt die beleuchtete Architektur besser zur Geltung.

Für das letzte Gebäude dieser fotografischen Reise musste ich keine grossen Distanzen überwinden: Das Musem Tinguely steht in Basel. Die sehr kompakte Architektur öffnet sich zum Solitüde-Park hin. Im Vordergrund steht Jean Tinguelys “Schwimmwasserplastik”, in deren Umgebung sich im Sommer gut verweilen lässt.

© Fotos: Andreas Gerth

 

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